MonchiqueMan erreicht dieses Städtchen in der Bergkette 'Serra de Monchique' vom Süden aus über die EN 266, eine Fahrt, die Ende Februar bis Anfang März, wenn die Mimosen an beiden Straßenseiten in einem leutenden Gelb blühen, besonders reizvoll ist.
Auf dem Weg nach oben halten Sie im Dorf 'Caldas de Monchique', das bereits seit 2000 Jahren ein Kurort ist. Es liegt in einer kleinen, bewaldeten Schlucht, wo im Frühsommer der Gesang der Nachtigallen widerhallt. Schon die Römer zu Zeiten des Augustus Caesar schätzten die heilenden Kräfte der örtlichen Quellen. In der mittelalterlichen Zeit suchte hier König João II Heilung gegen seine Wassersucht. Heute werden in der örtlichen Klinik viele Besucher unter Anwendung von Wassertherapien bei Rheuma, Rückenschmerzen und Muskelbeschwerden behandelt. Es gibt auch ein Wohngebäude für Patienten, das allerdings nur während der Sommermonate geöffnet ist. Am oberen Ende des Dorfes findet man von Bäumen beschattete Wanderwege, einen Grillplatz, einen Platz mit Terrassen-Cafés und einen Pavillon, wo man das natürliche Quellwasser direkt aus dem Boden trinken kann. Leider schmeckt es eher wie verdorbene Eier. Am unteren Dorfende befindet sich allerdings eine kommerzielle Flaschenabfüllanlage, wo das Wasser erheblich besser schmeckt. Die Stadt Monchique selbst ist ein Markt für in Handarbeit erzeugte Produkte aus den umliegenden Bergen, besonders Nutzholz, Kork, geräucherter Schinken, Honig, Zuckerrohrschnaps, Korbwaren, Lederwaren und Wollpullover. Ein Spaziergang in den engen, gepflasterten Gassen bringt Sie zur Gemeindekirche mit ihrem manuelinischen Eingangsportal und schönen, vielfarbigen Fliesen. Ob Sie in Monchique essen wollen, bleibt Ihnen frei überlassen, aber in Monchique 'einen trinken' ist ein Muss! Fragen Sie in einer der 'Loch-in-der-Wand'-Bars nach einem 'Medronho'. Wenn Sie es mögen, werden Sie wahrscheinlich mit einem Liter davon in einer Cola-Flasche weggehen. Die Damen bevorzugen meistens den örtlich erzeugten 'Brandymel', ein nach Honig schmeckender Branntwein-Likör. Die vielen Restaurants auf der rechten Seite der Straße von Caldas nach Monchique und von Monchique nach Fóia sind für ihr 'Hähnchen Piri-piri' (scharf gewürztes Grillhähnchen), wonach Sie sich alle Finger lecken werden, berühmt. |





